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Umweltschutz PDF Drucken E-Mail

Unser Beitrag für den Umweltschutz und zur Reduzierung der globalen Erwärmung durch den Treibhauseffekt ist die Reduzierung der Stromverbräuche unserer gesamten IT. Wir haben uns damit kritisch auseinander gesetzt.

Durch die Einführung immer leistungsstärkerer Computeranlagen und Server ist in diesem Bereich der Verbrauch von elektrischer Energie weltweit in vielen Firmen im letzten Jahrzehnt stark nach oben gegangen.

Leider haben die großen Chiphersteller hier erst sehr spät reagiert. Erst jetzt kommen nach und nach stromsparende CPUs, Festplatten und Gafikkarten auf den Markt und werden in so genannten "Green - PCs" und Notebooks verbaut.

Wir haben hier konsequent gehandelt und alle Mitarbeiter statt mit den "grauen Kästen" unter dem Tisch mit modernsten Notebook Computern und Flachbildschirmen ausgestattet. Dadurch konnten wir in diesem Bereich den Stromverbrauch um bis zu 80 % reduzieren.

Auch bei unseren Servern nutzen wir überwiegend spezielle stromsparende Geräte. Unser Kommunikationsserver glänzt mit einem Verbrauch von nur 10 Watt. Auch die Anwendungsserver und Domänencontroller sowie der Server für Softwaredemos sind stromsparende Varianten. Zusätzlich wird überall von den Energieeinsparoptionen der Betriebssystemhersteller Gebrauch gemacht.

In unserem Projekt Energie Monitoring konnten wir in zahlreichen Versuchen erkennen, wo in einer Firma überall unnötige Energie verschwendet wird. Am erschreckendsten war die Erkenntnis, dass viel Geräte, vor allem die mit externen Netzteilen, selbst im ausgeschalteten Zustand noch richtig viel Energie verschwenden. Hier ist nicht das allgemein bekannte Problem mit der "Stand by" Vorrichtung gemeint. Viele Geräte, vor allem Drucker aber auch viele Flachbildschirme und sogar einige Personalcomputer verbrauchen elektrische Energie alleine dann schon, wenn nur der Stecker in der Steckdose steckt. Machen Sie selbst einen Test mit den für wenig Geld erhältlichen Steckdosen - Messgeräten. So etwas stellt Ihnen oft auch Ihr Stromversorger kostenlos zur Verfügung. Hier hilft nur: Stecker ziehen oder Steckdosenleiste mit Ein/Ausschalter verwenden.

In den neu gebauten Büroteilen haben wir es so gelöst, das die gesamte EDV- Verkabelung pro Büro mit einem Hauptschalter bei Feierabend abgeschaltet wird. Eine rote Kontrolllampe hilft dabei. Wichtig ist, das einige Steckdosen und die Beleuchtung dauerhaft mit Strom versorgt werden, um z.B. Mobiltelefone zu laden oder Router und Switche zu versorgen.

Vieles kann der Anwender auch selber tun.

Hier unsere Top-Ten Energiespartipps:

1. Alle Computer, Drucker und Monitore sollten mit einer (guten) schaltbaren Steckdosenleiste abends vom Stromnetz abgeschaltet werden.

2. Nutzen Sie die vom Hersteller des Betriebssystems mitgelieferten Energiesparmöglichkeiten. Festplatten können ohne Probleme auch nach 30 Minuten automatisch in den Schlaf geschickt werden. Vor allem bei Servern, die nachts oft nicht zu tun haben, kann das eine Menge einsparen. Ausserdem wird die Wärmeproduktion dadurch reduziert, was in vielen Fällen die Kosten für Klimatisierung der Räume reduziert.

3. Verwenden Sie keine Bildschirmsschoner, sondern schalten den Monitor in Pausen aus. Meistens kann man das Abschalten auch statt des Bilschirmschoners in den Energieoptionen regeln.

4. Achten Sie bei Neuanschaffungen auch auf den Energieverbrauch. Faustformel: ein Notebook verbraucht in der Regel deutlich weniger als ein normaler Bürocomputer, reicht aber für die benötigte Leistung locker aus. zudem haben Sie mehrere Zusatznutzen: weniger Lärm, weniger Hitzeentwicklung (Hochsommer!), eingebaute Notstromversorgung, portabler Arbeitsplatz.

5. Entscheiden Sie sich statt vieler kleiner Arbeitsplatzdrucker für einen großen Abteilungsdrucker. Außer den geringeren Kosten pro Blatt haben Sie dadurch in der Regel auch bessere Druckqualität und nicht so viele einzelne Stromverbraucher (eingestecktes Netzteil bei "Billigdruckern"). Und nicht so viel Verpackungsmüll für die vielen leeren Tintenpatronen.

6. Fahren Sie den Computer nach Feierabend komplett herunter und nutzen nicht nur den "Stand by Mode" oder den "Ruhezustand".

7. Regeln Sie die Helligkeit des Monitors auf die wirklich benötigte Stufe herunter. Das ist oft auch besser für die Augen, vor allem aber auch für die Lebensdauer des Flachbildschirmes.

8. Nutzen Sie öfters eMail und lesen Sie am Bildschirm statt auf den Ausdruck. Das spart nicht nur Stromenergie sondern hilft auch die Wälder zu schonen.

9. Kaufen Sie keine für den (Büro-)Zweck völlig überdimensionierten Computer. Gerade die extremen Grafikkarten, die man für Computerspiele braucht, sind wahre Stromfresser. Der gesamte PC muss deshalb extrem hoch ausgelegt sein, z.B. mit 500 Watt Netzteil und starker Kühlung. Um Texte und Rechnungen zu schreiben sowie im Internet zu surfen braucht man keine Grafikkarte mit 200 Watt Leistungsaufnahme.

10. Schalten Sie Geräte nur dann ein, wenn diese auch benutzt werden sollen.

Weiteres:

Am Schluß noch ein kleiner Hinweis zu "Black Google" (auch Blackle genannt, www.blackle.com). Die Aussage, dass ein schwarzer Hintergrund weniger Strom verbraucht, gilt nur für die inzwischen im Büroalltag kaum noch anzutreffenden Röhrenmonitore. Unsere Versuche mit modernen Flachbildschirmen (TFT-Technik) haben ergeben, dass das Gegenteil der Fall ist. Ein vollkommen schwarzer Hintergrund verbrauchte zwischen 2 und 4 Watt mehr Stromenergie als die helle Google Startseite. Also keine so gute Idee - leider.

Und halten Sie die "Maushand" ruhig. So seltsam es klingt: das ständige Bewegen der Maus verbraucht messbare Energie, meist so zwischen 2 und 3 Watt. Leute mit nervöser Maushand sollten lieber auf den Tisch klopfen.

Und natürlich Energiesparlampen wo immer eine Lampe ausgetauscht werden muss. In Fluren und Treppenhäusern sowie in Außenbereichen bewährten sich auch Lampen mit Bewegungsmeldern.